29.05.2025 von Thomas Clark
Britische Autofahrer könnten mit weiter sinkenden Kraftstoffpreisen rechnen, falls die OPEC+ im Juli eine weitere große Preiserhöhung beschließt.
Laut dem Automobilclub RAC sank der durchschnittliche Benzinpreis an Tankstellen im April bereits zum zweiten Mal in Folge um 2 Pence auf 134,1 Pence pro Liter. Auch Diesel verzeichnete einen ähnlichen Rückgang auf 140,6 Pence pro Liter. Jüngste Daten zeigen zudem einen weiteren Rückgang um 2 Pence auf 132,5 Pence für Benzin und 138,8 Pence für Diesel.
Die Gefahr einer globalen Rezession belastet die Ölpreise. Trotzdem kündigte die OPEC+ Produktionssteigerungen von 411.000 Barrel pro Tag (bpd) für Mai und Juni an. Das ist etwa das Dreifache der ursprünglich geplanten Menge. Berichten zufolge plant die OPEC+ auch für Juli eine ähnlich deutliche Erhöhung.
Brent-Rohöl wird derzeit zu 63,86 US-Dollar pro Barrel gehandelt. Angesichts der Tatsache, dass Saudi-Arabien, der größte OPEC-Produzent, Berichten zufolge einen Preis von rund 90 US-Dollar pro Barrel benötigt, um seinen Haushalt auszugleichen und seine massiven Infrastrukturprojekte der nächsten Generation zu finanzieren, erscheint dieser Schritt überraschend. Möglicherweise ist das Königreich bereit, kurzfristig niedrigere Preise zu akzeptieren, um Druck auf die OPEC+-Überproduzenten und die US-amerikanischen Schieferölförderer auszuüben.
Große Unternehmen wie ExxonMobil und Chevron, die Hersteller von Mobil Und Texaco Schmier- und Fettprodukte profitieren von Skaleneffekten und fortschrittlichen Technologien. Schiefergasförderungen können jedoch höhere Gewinnschwellenkosten aufweisen, und einige Betreiber reduzieren ihre Aktivitäten, da der niedrigere Ölpreis das Bohren neuer Brunnen weniger attraktiv macht.
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