15.10.2025 von Jay Hatton
Die US-Regierung hat nun dem Energieriesen ShellGenehmigung für die Trinidad-und-Tobago-Niederlassung zur Erschließung eines Offshore-Gasfeldes in Venezuela.
Das Großprojekt zur Gasversorgung Trinidads aus Venezuela kam in den letzten Jahren aufgrund häufiger Änderungen der US-Politik nur langsam voran.
Seit 2019 unterliegen das südamerikanische Land und das beteiligte staatliche Unternehmen (PDVSA) US-Energiesanktionen. Daher benötigen ausländische Unternehmen, die dort Energieprojekte entwickeln wollen, spezielle Lizenzen und Genehmigungen.
Shell hat eine explorative Meeresuntersuchung im Rahmen des Projekts „Dragon“ abgeschlossen, die zur Bestimmung des Pipeline-Designs und geeigneter Bohrstandorte dienen wird. Die neue Genehmigung des US-Finanzministeriums ist in drei Phasen unterteilt, von denen die erste Folgendes erlaubt: Shell Trinidad und Tobago werden bis zum Frühjahr 2026 mit PDVSA und Venezuela verhandeln. Im Rahmen der Genehmigung müssen jedoch US-Unternehmen in die Entwicklung einbezogen werden.
Ein britisches multinationales Öl- und Gasunternehmen, Shell ist außerdem ein renommierter Schmierstoffhersteller, der eine breite Produktpalette von Fetten und Getriebeölen bis hin zu fortschrittlichen Lösungen für Branchen wie die Energieerzeugung herstellt.
Untersuchungen des Dragon-Projekts nahe der venezolanischen Seegrenze haben Reserven von rund 4,2 Billionen Kubikfuß ergeben. Damit zählt es zu den größten Erdgasvorkommen Venezuelas und stellt eine potenzielle zukünftige Einnahmequelle für das Land dar. Da die eigene Förderung und die Reserven nicht ausreichen, benötigt das Nachbarland Trinidad das Gas zur Unterstützung seiner einkommensgenerierenden Sektoren, darunter Petrochemie und Flüssigerdgas (LNG).
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