Wie man ein technisches Datenblatt für Schmierstoffe versteht

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Ein technisches Datenblatt (TDS) liefert wichtige Informationen über einen Schmierstoff. Dazu gehört auch, wie er sich unter verschiedenen Bedingungen verhält. Daher ist ein TDS eine wichtige Informationsquelle für die Auswahl des richtigen Schmierstoffs für eine bestimmte Anwendung.

Ein TDS (Technical Data Statement) ist in der Regel ein bis zwei Seiten lang und kein Rechtsdokument. Es handelt sich um ein Marketingdokument, das sich an technisch versierte Personen richtet. Unternehmen wie Shell, Castrol Und Mobil Wählen Sie die Details aus, die in diesen Tabellen aufgeführt werden sollen, sodass die angegebenen Daten je nach Hersteller variieren können. Sie können jedoch weiterhin Produktdaten verschiedener Unternehmen vergleichen, sofern Sie die aufgeführten allgemeinen Datenfelder verstehen.

Hier erläutern wir die Felder und Begriffe eines technischen Datenblatts (TDS), um Ihnen das Verständnis der darin enthaltenen Daten zu erleichtern und Ihnen eine fundierte Entscheidung bei der Bestellung von Schmierstoffen zu ermöglichen.

Produktinformationen

Technische Datenblätter beginnen mit der Auflistung der Marke und des Produktnamens, gefolgt von einem eindeutigen Produktcode. Dieser identifiziert das Schmiermittel.

Sie liefern außerdem eine Produktbeschreibung mit unterschiedlichem Detaillierungsgrad. Darin werden die Art des Schmierstoffs (z. B. Öl, Fett oder Hydraulikflüssigkeit) sowie seine wichtigsten Eigenschaften und Vorteile aufgeführt. Ausführlichere Beschreibungen können die Zusammensetzung des Schmierstoffs enthalten, um seine Funktionsweise zu erläutern.

Die vorgesehenen Anwendungsbereiche des Schmierstoffs sind ebenfalls aufgeführt. Diese umfassen Umwelteinflüsse, Betriebsbedingungen und kompatible Geräte, für die das Öl oder Fett entwickelt wurde.

Viskosität

Ein Schlüsselelement bei der Schmierstoffauswahl sind die Viskositätsdatenblätter, die stets Angaben zum Fließwiderstand eines Produkts enthalten. Der Viskositätsindex (VI) gibt an, wie stark sich die Viskosität eines Öls bei unterschiedlichen Temperaturen verändert. Höhere VI-Werte bedeuten bessere Leistung in einem breiteren Temperaturbereich und geringere Viskositätsänderungen.

Die SAE-Klassifizierung von Ölen beschreibt die Fließfähigkeit eines Schmierstoffs bei unterschiedlichen Temperaturen und teilt Öle je nach ihrer Viskosität im heißen oder kalten Zustand in Sommer- und Winteröle ein.

Einbereichsöle haben eine einzige Viskositätsklasse (z. B. SAE 30). Sie eignen sich für bestimmte Anwendungen, wie z. B. saisonale Gartengeräte wie Rasenmäher oder Motoren von Oldtimern, während Mehrbereichsöle eine zweistellige Viskositätsklasse aufweisen (z. B. SAE 10W-30) und in modernen Autos verwendet werden.

Die Bezeichnung ISO-Viskositätsklasse wird auch in technischen Datenblättern (TDS) für Öle verwendet. Dieses System der Internationalen Organisation für Normung (ISO) klassifiziert Schmieröle anhand ihrer kinematischen Viskosität bei einer Temperatur von 40 °C.

Fettspezifische Begriffe

Fette sind oft für unterschiedliche Anwendungen konzipiert, dickflüssiger als Öle und so entwickelt, dass sie an Ort und Stelle bleiben und nicht fließen. Daher werden sie nach dem National Lubricating Grease Institute (NLGI) klassifiziert. Diese Klassifizierung, die von 000 (halbflüssig) bis 6 (seifenblockartig) reicht, gibt die Konsistenz an und ist entscheidend für die korrekte Anwendung. Produkte mit einer höheren NLGI-Nummer sind dickflüssigere, festere Fette.

Der Tropfpunkt des Schmierstoffs ist ebenfalls im technischen Datenblatt (TDS) aufgeführt. Er gibt die Temperatur an, bei der ein Schmierstoff, insbesondere ein Fett, vom halbfesten in den flüssigen Zustand übergeht.

Leistungseigenschaften

Die Dichte in einem technischen Datenblatt (TDS) gibt die Dichte des Schmierstoffs im Verhältnis zu Wasser an. Dies ist eine wichtige physikalische Eigenschaft, die die Handhabung, die Leistungsfähigkeit sowie die Wassertrennbarkeit und Mischbarkeit des Schmierstoffs beeinflusst. Sie gibt das Gewicht des Produkts pro Volumeneinheit bei einer bestimmten Temperatur an.

Für Öle werden Fließpunkte angegeben. Dies ist die niedrigste Temperatur, bei der das Schmiermittel flüssig bleibt und effektiv fließt.

Datenblätter enthalten auch Informationen zur Oxidationsstabilität, um die Beständigkeit eines Schmierstoffs gegenüber Abbauprozessen durch Sauerstoffverunreinigung aufzuzeigen. Diese Eigenschaft ist entscheidend für die Bestimmung der zu erwartenden Leistung und Lebensdauer eines Produkts unter hohen Temperaturen oder Drücken.

Der total Die Basenzahl (TBN) wird für Motorenöle angegeben. Sie zeigt die Fähigkeit des Schmierstoffs, schädliche Säuren, die bei der Verbrennung entstehen, zu neutralisieren, und wird in mg KOH/g ausgedrückt. Je höher die Zahl, desto höher die Alkalität und desto mehr Additive enthält das Öl zum Schutz vor Motorverschleiß und Korrosion. Der Flammpunkt des Schmierstoffs wird ebenfalls angegeben und gibt seine relative Entflammbarkeit an.

Für Öle werden häufig Ergebnisse des Vierkugel-Verschleißtests angegeben.

Dieser Test sagt die Verschleißschutzeigenschaften des Schmierstoffs voraus. Er gibt Aufschluss darüber, wie gut ein Schmierstoff im Laufe der Zeit vor abrasivem Verschleiß schützt. Je kürzer die Verschleißspur, desto besser der Schutz. Beispielsweise ist eine Länge von 0,5 mm hervorragend.

Spezifikationen und Zulassungen

Schließlich liefern die technischen Datenblätter für Schmierstoffe detaillierte Informationen zu den erfüllten Normen und den vorhandenen Zulassungen. So können Anwender überprüfen, ob die Produkte den Standards des amerikanisch Petroleum Institute (API) oder des Europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA) entsprechen. Darüber hinaus wurden einige Schmierstoffe auch von Erstausrüstern (OEMs) freigegeben und getestet.

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