Kann Fett Kunststoff beschädigen?

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30.04.2026 von Thomas Clark

Dickflüssigere Schmierstoffe wie Fett werden hauptsächlich dann verwendet, wenn Öl eine unpraktische Alternative darstellt.

Durch ihre höhere Viskosität gewährleisten sie eine dauerhafte Abdichtung für Maschinen mit hoher Belastung, niedriger Drehzahl und intermittierendem Betrieb.

Fett eignet sich auch ideal für Geräte mit schwer zugänglichen Innenteilen wie Elektromotoren, Lager und andere dauergekapselte Bauteile. Qualitätsprodukte von Marken wie Fuchs Und Total kann Schutz vor Korrosion, Verunreinigungen und hohen Temperaturen bieten.

Schmierfett ist zwar bekannt für seinen Schutz von Metallen, doch manche Maschinen enthalten Kunststoffteile wie Zahnräder, Kettenräder und Verschleißleisten. Leider können einige Schmierfette Kunststoffe angreifen. Daher ist es wichtig, sich vor dem Kauf eines Schmierfetts über die jeweiligen Einsatzgebiete der Geräte zu informieren.

Hier untersuchen wir die Auswirkungen verschiedener Fette auf Kunststoffbauteile und diskutieren Punkte, die hinsichtlich der Kompatibilität von Fett und Kunststoff zu beachten sind.

Mineral- und erdölbasierte Fette

Der Ruf von Schmierfetten, Kunststoffe zu schädigen, rührt von Produkten her, die auf Mineral- oder Erdölbasis hergestellt werden. Schmierfette enthalten typischerweise ein Basisöl (80 bis 90 Prozent), ein Verdickungsmittel (5 bis 20 Prozent) und Additive (0 bis 10 Prozent). Daher haben die Eigenschaften des Basisöls einen erheblichen Einfluss.

Diese Kategorie umfasst Fette aus Polystyrol (PS), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und Polycarbonat (PC), aber auch gängige Produkte wie Vaseline und WD-40. Jedes dieser Fette kann Kunststoffe schädigen und zu Rissen, Aufquellen und Zersetzung führen. Die in den Fetten enthaltenen Basisöle beeinträchtigen die strukturelle Integrität des Kunststoffs, machen ihn weicher und schwächer und führen letztendlich zu … total Bauteilausfall.

Schäden treten nicht immer sofort auf und können erst nach Stunden sichtbar werden, insbesondere bei hohen Temperaturen.

Lithiumfett

Obwohl einige Nylon-Kunststoffe beständig dagegen sind, basiert Lithiumfett auf Öl. Daher kann es die meisten Kunststoffkomponenten sowie Elastomere wie Gummi, ein häufig für Dichtungen verwendetes Material, angreifen.

Silikonfett

Neben speziellen synthetischen Lösungen wie Perfluorpolyether- (PFPE-) und Polyalphaolefin- (PAO-) Fetten sind Silikonfette in der Regel kunststoffverträglich. Da sie bei Metall-auf-Kunststoff- und Kunststoff-auf-Kunststoff-Bearbeitungsvorgängen nicht reagieren, gelten Silikonfette als erste Wahl für Anwendungen mit Kunststoffzahnrädern und -komponenten in der Unterhaltungselektronik.

Fettbeständigkeit

Verschiedene Kunststoffe weisen eine unterschiedliche Beständigkeit gegenüber Fetten auf. Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) beispielsweise sind in der Regel inert und widerstandsfähig gegen Beschädigungen, Polycarbonat (PC) hingegen ist äußerst empfindlich und durch nicht-silikonbasierte Fette gefährdet.

Vergewissern Sie sich stets, dass die bestellten Fette vollständig mit den Maschinen kompatibel sind, indem Sie die Empfehlungen des Originalgeräteherstellers (OEM) beachten.

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