Bei der Auswahl eines Industriefetts kann das Risiko einer Wasserverunreinigung ein wichtiger Faktor sein. Neben den offensichtlichen Verunreinigungsquellen wie Regen, Meerwasser oder routinemäßiger Reinigung gibt es noch weitere Faktoren, die zu einer Verunreinigung führen können. Anlagen können im normalen Betrieb Wasser als Nebenprodukt erzeugen. Kaum eine Branche kann das Risiko einer Wasserverunreinigung ignorieren.
Wasser kann eine Reihe negativer Auswirkungen auf Maschinenkomponenten haben. Beispielsweise kann es die Schmierwirkung beeinträchtigen, und Wasserstoffversprödung sowie Kavitation – insbesondere bei Lagern – können die Oberflächenermüdung beschleunigen. Dieser beschleunigte Verschleiß erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit ungeplanter Ausfallzeiten, da Störungen behoben werden müssen.
Die Wahl eines Schmierfetts, das Wasser aus allen möglichen Quellen zuverlässig abweist, trägt maßgeblich zur optimalen Leistungsfähigkeit der Anlagen bei. Dabei sind jedoch einige Eigenschaften zu beachten. Eine gute Abdichtung ist von größter Bedeutung, aber auch das maximale Wasseraufnahmevermögen spielt eine wichtige Rolle, um das Eindringen von Wasser in die Maschine und damit verbundene Schäden zu verhindern. Schmierfett unterscheidet sich von Öl in seiner Fähigkeit, Wasser aufzunehmen. Diese Fähigkeit ist jedoch begrenzt. Sobald das Schmierfett seinen Sättigungspunkt erreicht hat, emulgiert das Wasser oder tritt aus, was wiederum durch Korrosion und eine verminderte Schmierfilmstärke die zuverlässige Funktion der Maschinen gefährden kann.
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